Hochtourenwoche Mont Blanc

Auf das Dach Europas: Vom Gran Paradiso auf den Mont Blanc

Einmal auf dem höchsten Gipfel der Alpen stehen? In dieser Hochtourenwoche führen Dich unsere Bergführer nach wunderschönen Akklimatisierungstouren über die italienische Seite auf den majestätischen Gipfel des Mont Blancs (4.810 m).

Als Vorbereitung und zur idealen Akklimatisierung besteigen wir zuerst den 4.061 Meter hohen Gran Paradiso: Auf dem Weg zu unserem ersten Westalpengipfel erwartet uns feinste Granitkletterei - ohne allzu großen technischen Anforderungen. Am Gipfel eröffnen sich Aussichten auf das Mont Blanc Massiv und weitere namhafte Gipfel der Westalpen.

Im Mont Blanc Massiv folgen mit der Aiguilles Marbrées sowie der Aiguilles Entrèves Überschreitung zwei Traumtouren mit toller Granitkletterei. So sind wir bestens auf unseren krönenden Abschluss vorbereitet: Über die Gonella Hütte und den Bosses-Grat erreichen wir den höchsten Punkt der Alpen: Den Mont Blanc.  

 

„Ganz oben zu sein, die Schwierigkeiten überwunden zu haben, ohne Angst, als eine gemeinsame Leistung - das ist das beste Gefühl überhaupt.“

Ines Papert, Extrembergsteigerin

Auf den Gipfel der Alpen. Der Mont Blanc.

Tag 1

Zustieg zur Chabot-Hütte: Wir treffen uns früh nachmittags am Parkplatz bei Pravieux inmitten des ältesten Nationalparks Italiens und des zweitältesten Nationalparks der Alpen. Beim schönen Zustieg durch lichten Wald lernst Du Deinen Bergführer kennen. Mit etwas Glück können wir sogar Steinböcke beobachten: In dieser Alpenregion leben nämlich die Vorfahren unserer heutigen Kolonien. Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die Chabot-Hütte (2.759 m). Beim gemeinsamen Abendessen besprechen wir das Programm für die kommenden Tage und unser Mont Blanc-Abenteuer.

900 Hm Aufstieg, ca. 2-3 Std.

Tag 2

Gipfeltag – Gran Paradiso (4.061m) – die italienische Majestät: Da wir uns größtenteils im Gletschergelände aufhalten werden, brechen wir früh auf. Der Laveciau-Gletscher bietet zudem uns eine optimale Vorbereitung für die kommenden Tage. Der zerklüftete Gletscher zeigt uns atemberaubende Eindrücke in die wilde Seite des Gran Paradiso. Von Beginn an haben wir unser Tagesziel im Blick und direkt vor uns türmt sich die Nordwand des Gran Patadiso auf. Am „Eselsrücken“ angekommen, treffen wir auf die Normalroute (vom Riffugio Emanuele II). Über eine weite Flanke erreichen wir den Einstieg zum Gipfelgrat. Nach kurzer Kletterei (Schwierigkeitsgrad bis UIAA II) erreichen wir die berühmte Madonnastatue am Gipfel des Paradiso und genießen die Aussicht auf das Mont Blanc-, Monterosa- sowie Dauphiné-Massiv. Wir steigen über den einfacheren Normalweg ab und genießen einen verdienten italienischen Espresso im Riffugio Emanuele II. Am Parkplatz brechen wir nach Courmayeur auf und fahren mit der SkyWay Bahn zu unserer nächsten Unterkunft, der Turiner Hütte auf der Pointe Heilbronner.

1.300 Hm Aufstieg, 2.200 Hm Abstieg, ca. 7-8 Std.

Tag 3

Willkommen im Mont Blanc Massiv! Mit der Aiguilles Marbrées Überschreitung lernen wir das Mont Blanc Massiv kennen. Diese Tour führt uns über den spaltenarmen Teil des Glacier du Géant zum Einstieg des Grates zur Aiguilles Marbrées Nord, dem mit 3.535 Metern höchsten Gipfel der Marbrées. Nach feinster Blockkletterei (Schwierigkeitsgrad bis zu UIAA III), werden wir nach ca. 1,5 Stunden den Nordgipfel erreichen. Von hier bekommt Ihr Euren ersten Eindruck über die unfassbare Größe des Mont Blanc Massivs. Wir überschreiten den Kamm in Richtung Südgipfel und queren den Gletscher zur Turiner Hütte. Auf dem Weg bietet sich nochmal die Möglichkeit Theorie und Praxis zu Spaltenbergung aufzufrischen.

300 Hm Auf- und Abstieg, ca. 3-4 Std.

Tag 4

Aiguilles Entrèves Überschreitung – grandioser Granit auf luftigen Grat: Wir steigen zuerst über das Col Flambeaux den Gletscher hinunter. Schließlich steigen wir wieder auf, vorbei am Tour Ronde, um den Einstieg der Gratkletterei am Col d’Entrèves (3.517 m) zu erreichen. Hier verstauen wir die Steigeisen und die Gratüberschreitung kann losgehen. Nach grandioser Granitkletterei im Schwierigkeitsgrad bis zu UIAA III erreichen wir die Schlüsselstellen der Tour: eine ausgesetzte Passage gefolgt von einem durch Schlingen entschärften Steilstück (Schwierigkeitsgrad bis UIAA IV). Nach Gipfelrast auf 3.604 m erreichen wir nach ein paar Abseilern und einfachen Klettereien wieder den Glacier du Géant. „Steigeisen an“ und wir gehen zurück zur Hütte.

500 Hm Auf- und Abstieg, ca. 5 Std.

Tag 5

Tour Ronde – letzte Akklimatisierungstour vor dem großen Finale: Der Tour Ronde Ostanstieg ist die optimale Vorbereitungstour für den Mont Blanc. Hier finden wir steileres Schneegelände, Bergschrund und leichte Klettereien. Je nach Bedingungen (Eis oder Fels) werden wir nach ca. 4-5 Seillängen den Süd-Ost-Grat des Tour Ronde erreichen. Auf der westlichen Seite des Grates führen uns einfache Klettereien im Schwierigkeitsgrad bis zu UIAA II zur letzten steileren Schneeflanke. Nach einer letzten Seillänge erreichen wir die Madonnastatue am Gipfel des Tour Ronde (3.792 m). Einen besseren Ausblick auf die wilde Südseite des Mont Blancs kann man nicht haben. Der Abstieg ist identisch zum Aufstieg. Wir schlafen ein letztes Mal auf knapp 3.500 Metern in der Turiner Hütte. Nach drei Nächten in der Höhe und ausgiebigen Touren sind wir nun optimal akklimatisiert. Optional (je nach Bedingungen) ist in so manchen Sommern auch die Tour Ronde Nordwand begehbar (Eis bis zu 60 Grad), wodurch eine Überschreitung der Tour Ronde möglich ist.

700 Hm Auf- und Abstieg, ca. 6-7 Std.

Tag 6

Zustieg zur Gonella Hütte – auf einsameren Wegen: Nach dem Frühstück fahren wir mit der Bahn ins Tal und haben nochmal die Möglichkeit uns mit Proviant in Courmayeur einzudecken. Am späten Vormittag brechen wir zum Endpunkt des Val Veny auf, um den fünf- bis sechsstündigen Zustieg zur Gonella Hütte zu starten. Der Hüttenweg ist wunderbar abwechslungsreich, beginnend mit einer geteerten Straße bis zum Rifugio Combal, nahe dem Lac du Miage. Es folgt ein sechs Kilometer langer Weg: kurz über eine Moräne und dann auf den mit Geröll und Steinen bedeckten Glacier du Miage. Schon bald sehen wir die Hütte und unser Ziel des nächsten Tages. Das letzte Drittel zur Hütte ist durch leichte Klettereien (durch Taue, Seile, Ketten gesichert) gekennzeichnet.

1.400 Hm Aufstieg, ca. 5-6 Std.

Tag 7

Gipfeltag - das Dach der Alpen – Mont Blanc 4.810m: Heute starten wir sehr früh. Im Schein der Stirnlampe starten wir direkt mit Helm, Steigeisen und gehen am Seil von der Hütte los, da wir schon nach wenigen Minuten den Glacier du Dôme erreichen. Nach ca. zwei Stunden erreichen wir den Grat der Aiguilles Grises, welcher uns zum Col de Bionnassay (3.888 m) führt. Wechselnde Firn- und Felsgratpassagen führen uns an die 4000er Grenze (Piton des Italiens). Es folgt der Anstieg über einen langen, teils schmalen und ausgesetzten Firngrat auf den Dôme du Gouter. Links tief im Tal sehen wir die Lichter von Saint Gervais und noch ferner von Genf, ein beruhigender Anblick. Wir erreichen den Dôme du Gouter (4.304m) bei Dämmerung und kommen unserem Ziel stetig näher. Im Vallot Biwak machen wir eine kurze Rast und stärken uns bevor wir über den Bosses-Grat mit seinen beiden Kuppen den höchsten Gipfel der Alpen erreichen. Der Abstieg erfolgt je nach Bedingungen entweder über die Gouter Hütte nach Saint Gervais oder über das Col Maudit zur Turiner Hütte und per Bahn nach Courmayeur.

1.800 Hm Aufstieg, 2500 Hm Abstieg, ca 12-16 Std.

Überblick

   Pravieux, Aostatal

   für Experten

   1-2 Teilnehmer*innen

   7 Tage

Hochtourenwoche Mont Blanc

Optimal vorbereitet auf das Dach der Alpen: Akklimatisieren am Gran Paradiso, feinste Granitkletterei im Mont Blanc Massiv und zum Abschluss die Krönung mit der Besteigung des Mont Blanc (4.810m) über die Gonella Hütte (italienische Route).

1.980,00 €

       pro Person bei 2 Teilnehmer*innen / Preis auf Anfrage bei 1                  .     Teilnehmer*in / Preis inkl. MwSt.

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